Eigenverbrauch vs. Netzeinspeisung
Ohne Speicher können Gewerbebetriebe mit PV nur den Strom nutzen, der gerade erzeugt und gleichzeitig verbraucht wird. Überschüsse fließen ins Netz — zu deutlich niedrigeren Vergütungssätzen als der Stromeinkauf kostet.
Speicher erhöht den Eigenverbrauch
Mit einem Gewerbespeicher wird überschüssiger PV-Strom zwischengespeichert und später verbraucht. Wie stark der Eigenverbrauchsanteil steigt, hängt vom Verhältnis zwischen Anlage, Speicher und Verbrauch ab. Die Grenze setzt der Speicher selbst: Er kann Solarüberschuss höchstens einmal am Tag aufnehmen, und im Winter gibt es kaum Überschuss.
Rechenbeispiel: PV + Speicher
Annahmen: Eine 50-kWp-PV-Anlage produziert jährlich 47.500 kWh. Ohne Speicher werden davon 30% selbst verbraucht (14.250 kWh), 70% eingespeist. Ein 45-kWh-Speicher kann Solarüberschuss höchstens einmal am Tag aufnehmen. Selbst wenn er an jedem Tag des Jahres voll würde, kämen höchstens 364 × 45 kWh = 16.380 kWh zusätzlicher Eigenverbrauch zusammen, der Anteil stiege auf knapp 65 %. Im Winter fehlt der Überschuss, real ist es deutlich weniger. Jede zusätzlich selbst verbrauchte kWh spart Ihren Bezugspreis, am Börsentarif im Mittel rund 24,9 ct (9,90 ct Börsenmittel plus 15 ct Aufschlag, so rechnen wir), abzüglich der Einspeisevergütung für die rund 1,1 kWh Solarstrom, die der Speicher dafür aufnimmt. Die Ersparnis in Euro rechnen wir mit Ihrer Anlage und Ihrem Lastgang.
Kombination mit Börsenstrom
Der Speicher kann parallel zur PV-Eigenverbrauchsoptimierung auch Börsenstrom nutzen: Wenn kein PV-Strom verfügbar ist (Winter, Nacht), lädt er zu günstigen Zeiten aus dem Netz. Das maximiert die wirtschaftliche Ausnutzung.
Intelligente Steuerung
Das Energiemanagementsystem entscheidet automatisch zwischen PV-Ladung und Börsenstrom-Ladung, unter Berücksichtigung von Wetterprognosen, Lastprognosen und Strompreisen. Der Betreiber muss nichts manuell steuern.