Eigenverbrauch vs. Netzeinspeisung
Ohne Speicher können Gewerbebetriebe mit PV nur den Strom nutzen, der gerade erzeugt und gleichzeitig verbraucht wird. Überschüsse fließen ins Netz — zu deutlich niedrigeren Vergütungssätzen als der Stromeinkauf kostet.
Speicher erhöht Eigenverbrauch drastisch
Mit einem Gewerbespeicher wird überschüssiger PV-Strom zwischengespeichert und später verbraucht. Der Eigenverbrauchsanteil steigt von typisch 30-40 Prozent auf 70-80 Prozent. Das verdoppelt praktisch die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage.
Rechenbeispiel: PV + Speicher
Eine 50-kWp-PV-Anlage produziert jährlich 47.500 kWh. Ohne Speicher werden davon 30% selbst verbraucht (14.250 kWh), 70% eingespeist. Mit einem 45-kWh-Speicher steigt der Eigenverbrauch auf 75% (35.625 kWh). Die Ersparnis durch zusätzlich selbst verbrauchten Strom: rund 4.500 EUR pro Jahr.
Kombination mit Börsenstrom
Der Speicher kann parallel zur PV-Eigenverbrauchsoptimierung auch Börsenstrom nutzen: Wenn kein PV-Strom verfügbar ist (Winter, Nacht), lädt er zu günstigen Zeiten aus dem Netz. Das maximiert die wirtschaftliche Ausnutzung.
Intelligente Steuerung
Das Energiemanagementsystem entscheidet automatisch zwischen PV-Ladung und Börsenstrom-Ladung, unter Berücksichtigung von Wetterprognosen, Lastprognosen und Strompreisen. Der Betreiber muss nichts manuell steuern.