Netzersatzanlage vs. USV

Eine Netzersatzanlage (NEA) übernimmt die Stromversorgung bei Netzausfall. Im Unterschied zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) muss eine NEA nicht unterbrechungsfrei umschalten — eine kurze Unterbrechung ist erlaubt. Moderne Speicher kombinieren beide Funktionen.

Rechtliche Anforderungen

Für gewerbliche Netzersatzanlagen gelten die Anforderungen der VDE-AR-N 4105 und die Technischen Anschlussbedingungen des lokalen Netzbetreibers. Die Anlage muss beim Netzbetreiber angemeldet werden.

Technische Umsetzung mit Batteriespeicher

Ein Gewerbespeicher kann als NEA konfiguriert werden. Dafür ist eine automatische Umschalteinheit nötig, die bei Netzausfall innerhalb einer definierten Zeit umschaltet. Die Kosten liegen bei 2.000 bis 4.000 EUR zusätzlich zum Standardspeicher.

Einsatzgebiete

NEA mit Batterie werden eingesetzt bei: Kliniken, Rechenzentren, Telekommunikationsanlagen, industriellen Prozessen, die nicht unterbrochen werden dürfen. Auch Hotels, Restaurants und Einzelhandel nutzen zunehmend kleine NEA-Batteriespeicher.

Kombination mit Notstrom-Generator

Für lange Ausfälle (über 4 Stunden) ist die Kombination Batteriespeicher + Dieselgenerator optimal. Der Batteriespeicher überbrückt die erste Stunde lautlos, der Generator springt bei längeren Ausfällen an. Das vereint die Vorteile beider Technologien.