Netzersatzanlage vs. USV

Eine Netzersatzanlage (NEA) übernimmt die Stromversorgung bei Netzausfall. Im Unterschied zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) muss eine NEA nicht unterbrechungsfrei umschalten — eine kurze Unterbrechung ist erlaubt. Ein Batteriespeicher mit Notstrom-Gateway kann als kleine Netzersatzanlage dienen, eine zertifizierte USV nach IEC 62040-3 ist er damit nicht. Für den SigenStor mit Sigen Energy Gateway nennt Sigenergy 0 ms Umschaltzeit (Laborwert des Herstellers).

Rechtliche Anforderungen

Für gewerbliche Netzersatzanlagen gelten die Anforderungen der VDE-AR-N 4105 und die Technischen Anschlussbedingungen des lokalen Netzbetreibers. Die Anlage muss beim Netzbetreiber angemeldet werden.

Technische Umsetzung mit Batteriespeicher

Ein Gewerbespeicher kann als NEA konfiguriert werden. Dafür ist eine automatische Umschalteinheit nötig, die bei Netzausfall innerhalb einer definierten Zeit umschaltet. Was das kostet, hängt von Gateway, Umbau der Unterverteilung und Zahl der Notstromkreise ab; wir nennen es im Angebot.

Einsatzgebiete

NEA mit Batterie werden eingesetzt bei: Kliniken, Rechenzentren, Telekommunikationsanlagen, industriellen Prozessen, die nicht unterbrochen werden dürfen. Für einen Gewerbespeicher wie den SigenStor gilt: Er versorgt ausgewählte Verbraucher, solange Ladung und Leistung reichen; Prozesse, die keine Unterbrechung vertragen, brauchen weiterhin eine zertifizierte USV.

Kombination mit Notstrom-Generator

Für lange Ausfälle (über 4 Stunden) ist die Kombination Batteriespeicher + Dieselgenerator optimal. Der Batteriespeicher überbrückt die erste Stunde lautlos, der Generator springt bei längeren Ausfällen an. Das vereint die Vorteile beider Technologien.