Die drei Komponenten des Netzentgelts

Das Netzentgelt besteht aus drei Komponenten: dem Grundpreis (eine jährliche Pauschale), dem Arbeitspreis (ct pro kWh Verbrauch) und dem Leistungspreis (EUR pro kW Spitzenlast im Jahr). Alle drei zusammen machen etwa 25 Prozent der Stromkosten bei Gewerbebetrieben aus.

Leistungspreis: Der unterschätzte Kostentreiber

Der Leistungspreis wird anhand der maximalen 15-Minuten-Leistungsaufnahme im Abrechnungsjahr berechnet. Beispiel: Ein Betrieb mit einer Spitze von 80 kW und einem Leistungspreis von 100 EUR/kW/Jahr zahlt 8.000 EUR jährlich nur für diese eine Stunde Spitzenlast.

So berechnen Sie Ihre Netzentgelte

Die Formel lautet: Netzentgelt = Grundpreis + (Verbrauch x Arbeitspreis) + (Jahresspitzenlast x Leistungspreis). Der Leistungspreis dominiert bei Betrieben mit unregelmäßigen Lastprofilen die Gesamtrechnung.

Peak Shaving senkt den Leistungspreis drastisch

Ein Gewerbespeicher kappt die Spitzenlast automatisch. Wird die Spitze von 80 auf 60 kW gesenkt, reduziert sich der Leistungspreisanteil von 8.000 auf 6.000 EUR. Das sind 2.000 EUR Ersparnis pro Jahr durch den Speicher-Einsatz.

Netzbetreiber veröffentlichen Preisblätter

Jeder Netzbetreiber veröffentlicht seine Preisblätter öffentlich. Die Leistungspreise variieren zwischen 60 und 150 EUR/kW/Jahr je nach Region und Netzstufe. Prüfen Sie Ihr Preisblatt, um das Einsparpotenzial zu ermitteln.