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Stromspeicher für Gastronomie (Großküchen)

Stand: 30. September 2026

Gastronomiebetriebe und Großküchen verbrauchen hohe Strommengen für Kochgeräte, Kühlung und Klimatisierung. Ein Gewerbespeicher senkt die Stromkosten. Wie stark, hängt vor allem davon ab, ob Ihr Betrieb einen Leistungspreis zahlt.

Branchenanalyse

Warum Gastronomie und Großküchen besonders von einem Speicher profitieren

Restaurants, Kantinen, Hotel-Restaurants und Catering-Betriebe gehören zu den energieintensivsten Gewerben überhaupt. Der monatliche Stromverbrauch kann je nach Betriebsgröße zwischen 5.000 und 20.000 kWh liegen. Verantwortlich dafür sind die Kochlinie mit Induktionsherden und Kombidämpfern, die gewerbliche Kühlung und Tiefkühlung, Spülmaschinen, Klimatisierung, Küchenabzug und Beleuchtung.

Besonders prägend für den Strombedarf ist die gewerbliche Kühl- und Tiefkühlinfrastruktur. Walk-in-Kühlräume, Durchlaufkühler, Tiefkühlzellen und Kühltheken laufen rund um die Uhr — sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Diese kontinuierliche Grundlast macht einen großen Teil des Gesamtverbrauchs aus und bietet gleichzeitig das größte Potenzial für den Einsatz von günstigem Börsenstrom: In den günstigsten Stunden, von März bis Oktober meist mittags, im Winter oft nachts, kann der Speicher geladen und die Kühlung in den teuren Stunden aus dem Akku versorgt werden.

Zu den Hauptstoßzeiten — Mittagsservice von 11 bis 14 Uhr und Abendservice ab 18 Uhr — laufen Induktionsherde, Kombidämpfer, Friteuse, Grillplatte und Backofen gleichzeitig auf Volllast. Dazu kommen Haube und Küchenabzug auf maximaler Stufe sowie die Klimaanlage im vollbesetzten Gastraum. In diesen Phasen entstehen kurzzeitige Lastspitzen von 40 bis 80 kW. Hat Ihr Betrieb eine Leistungsmessung (Pflicht ab einem Jahresverbrauch von über 100.000 kWh), legt die höchste Viertelstunde des Jahres den Leistungspreis fest; ein einziger Service mit hoher Spitzenlast genügt dafür. Genau hier setzt das Peak-Shaving-System des Gewerbespeichers an.

Hinzu kommt ein oft unterschätzter Aspekt: Spülmaschinen mit automatischen Aufheizphasen, gewerbliche Geschirrspüler und Haubenspülmaschinen erzeugen ebenfalls kurze, aber intensive Leistungsspitzen, sobald die Heizung anläuft. Wird dieser Zeitpunkt nicht mit dem Einsatz anderer Großverbraucher koordiniert, summieren sich die Lastspitzen ungünstig. Ein intelligenter Gewerbespeicher erkennt solche Muster und puffert sie automatisch — ohne Eingriff in den Küchenablauf.

Verbraucherstruktur

Lastprofil einer Großküche: Die wichtigsten Stromverbraucher

Kühl- und Tiefkühlung (Dauerlast)

Walk-in-Kühlzellen, Tiefkühler und Durchlaufkühler sind der größte Dauerverbraucher einer Großküche. Sie laufen 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche — und verbrauchen damit auch in den teuren Abendstunden genug, um die Ladung des Speichers abzunehmen.

Kochlinie (Spitzenlast)

Induktionsherde, Kombidämpfer, Friteuse und Grillplatten erzeugen zu den Servicezeiten die höchsten Lastspitzen. Beim simultanen Betrieb mehrerer Geräte entstehen 40 bis 80 kW Spitzenlast — der Haupttreiber des Leistungspreises.

Spülmaschine und Haubenspüler

Gewerbliche Spülmaschinen erzeugen intensive Lastspitzen in den Aufheizphasen. Kommen sie zeitgleich mit der Kochlinie zum Einsatz, addieren sich die Spitzen ungünstig. Der Speicher puffert genau diese kurzzeitigen Peaks automatisch.

Lüftung und Küchenabzug

Gewerbliche Küchenabzüge und Abluftsysteme laufen während der Servicezeiten auf maximaler Stufe. Zusammen mit der Gastraumklimaanlage machen sie einen erheblichen Teil des Verbrauchs in den Stoßzeiten aus.

Klimatisierung Gastraum

Im vollbesetzten Restaurant erzeugt die Klimaanlage im Sommer sowie die Belüftung im Winter kontinuierlichen Strombedarf. Die Klimatisierung lässt sich mit dem Speicher in Phasen günstiger Börsenstrompreise verschieben.

Beleuchtung und Technik

LED-Beleuchtung für Gastraum, Küche und Außenbereich sowie Kassensystem, Kühlvitrine und Medientechnik runden das Lastprofil ab. Diese kontinuierlichen Kleinverbraucher werden effizient aus dem Speicher bedient.

Nutzen im Detail

Wie der Gewerbespeicher der Gastronomie konkret hilft

Peak Shaving für Mittags- und Abend-Lastspitzen: Der SigEnergy Gewerbespeicher überwacht das Lastprofil Ihres Betriebs in Echtzeit. Sobald sich eine Leistungsspitze ankündigt — etwa weil Kochlinie und Spülmaschine gleichzeitig anlaufen — gibt der Speicher innerhalb von Millisekunden gespeicherte Energie ab und kappt die Spitze. Der entscheidende Effekt: Der höchste 15-Minuten-Messwert des Jahres, der den Leistungspreis bestimmt, sinkt. Bares Geld ist das allerdings nur für Betriebe mit Leistungsmessung, also ab über 100.000 kWh im Jahr: Dann spart jedes gekappte Kilowatt den Leistungspreis Ihres Netzbetreibers. Mehr dazu auf unserer Peak-Shaving-Seite.

Börsenstrom-Arbitrage für die 24/7-Kühllast: Die gewerbliche Kühlung läuft ununterbrochen und verursacht die größte Grundlast. Mit einem dynamischen Börsenstromtarif wird der Gewerbespeicher in den Stunden geladen, in denen die Großhandelspreise am niedrigsten sind, oft mittags, im Winter auch nachts. Er gibt den günstig eingekauften Strom kontrolliert ab, sobald die Preise steigen, meist am frühen Abend. Dank der durchlaufenden Kühlung braucht der Betrieb dann auch genug Strom. Je abgegebener Kilowattstunde blieben von September 2025 bis August 2026 nach Wirkungsgradverlusten rund 9,2 ct, im Jahr rund 27 € je kWh Speicherkapazität (so rechnen wir).

Notstrom für die Kühlkette: Ein Stromausfall ist für jeden Gastronomiebetrieb ein HACCP-Risikoereignis. Kühl- und Tiefkühlware, die außerhalb der zulässigen Temperaturzone lagert, muss im Zweifelsfall entsorgt werden — das verursacht direkte Warenverluste und Dokumentationspflichten. Mit dem Zubehör Sigen Energy Gateway kann der Gewerbespeicher Kühl- und Tiefkühlgeräte bei einem Netzausfall weiter versorgen; Sigenergy nennt 0 ms Umschaltzeit (Laborwert). Er hält die Kühlung aber nur so lange, wie Ladung und Leistung reichen, und ist keine zertifizierte USV. Die Kühlkettendokumentation nach HACCP bleibt Ihre Aufgabe. Sprechen Sie uns beim Beratungsgespräch auf diese Konfiguration an.

Rechenbeispiel

Restaurant mit Großküche: Konkrete Ersparnis

Rechenbeispiel: ein Restaurant mit Großküche, Gastraum-Klimatisierung und 24/7-Kühlinfrastruktur. Angenommen sind 8.000 kWh Stromverbrauch im Monat, also 96.000 kWh im Jahr, und ein 54-kWh-Speicher.

Börsenstrom-Arbitrage: Der Speicher bringt rund 1.450 Euro im Jahr, rund 121 Euro im Monat. Voraussetzung ist, dass der Betrieb in den teuren Stunden mindestens so viel Strom braucht, wie der Speicher abgibt. Mit Abendservice und Dauerkühlung ist das hier gegeben.

Peak Shaving: Unter 100.000 kWh im Jahr hat der Betrieb keine Leistungsmessung und zahlt keinen Leistungspreis, Peak Shaving spart hier also nichts. Anders bei einer Großküche mit 15.000 kWh im Monat (180.000 kWh im Jahr) und Leistungsmessung: Kappt derselbe Speicher 18 kW, ein Viertel der geschätzten Höchstlast von 72 kW, spart das bei angenommenen 120 €/kW Leistungspreis rund 2.160 Euro im Jahr, zusammen mit der Arbitrage rund 3.610 Euro (so rechnen wir Peak Shaving). Den Wechsel vom Festpreis auf Börsenstrom rechnen wir getrennt: Er spart, wenn Ihr heutiger Arbeitspreis über dem Börsenmittel von 9,90 ct plus dem Aufschlag des Anbieters liegt, und das auch ohne Speicher. Nutzen Sie unseren Ersparnisrechner für Ihre individuelle Berechnung.

Investition und Amortisation: Ein 54-kWh-SigEnergy-Gewerbespeicher kostet ab 31.800 Euro inklusive Montage. Über die Arbitrage allein amortisiert er sich im Rechenbeispiel erst nach rund 22 Jahren. Ohne Leistungsmessung trägt die Börse allein den Speicher nicht. Die Großküche mit Peak Shaving käme auf knapp 9 Jahre. Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) § 7g EStG ändert daran nichts, er bringt Liquidität vor dem Kauf: bei 31.800 Euro und angenommen 30 Prozent Steuersatz rund 4.770 Euro weniger Steuer im Jahr davor.

Förderung

Förderung und IAB für Gastronomiebetriebe

Der Investitionsabzugsbetrag nach §7g EStG ist das wichtigste Steuerinstrument für die Finanzierung eines Gewerbespeichers in der Gastronomie. Betriebe mit bis zu 200.000 Euro Jahresgewinn können bis zu 50 Prozent der geplanten Investitionssumme schon vor dem Kauf vom Gewinn abziehen. Bei einem 54-kWh-Speicher für 31.800 Euro und angenommen 30 Prozent Steuersatz sinkt die Steuer im Jahr davor um rund 4.770 Euro. Das ist Liquidität, keine Ersparnis: Im Anschaffungsjahr wird der Betrag wieder hinzugerechnet, und die Abschreibung sinkt entsprechend. Ab dem Jahr der Anschaffung kommt eine Sonderabschreibung von bis zu 40 Prozent hinzu, verteilt auf das Kaufjahr und die vier Folgejahre. Alle Details dazu finden Sie auf unserer Seite zum IAB für Stromspeicher.

Zusätzlich gibt es je nach Bundesland und Förderprogramm weitere Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen für gewerbliche Energiespeicher. Eine Übersicht über aktuelle Programme finden Sie auf unserer Förderungsseite. Wir empfehlen, die Förderantragstellung vor der Investitionsentscheidung zu klären — unser Beratungsteam unterstützt Sie dabei beim Beratungsgespräch.

Einsparpotenzial

Einsparpotenzial für Gastronomie (Großküchen) im Rechenbeispiel

5.000–20.000
kWh monatlicher Verbrauch
54 kWh
Empfohlene Speichergröße
~121 €
Arbitrage pro Monat
~1.450 €
Arbitrage pro Jahr

Rechenbeispiel: Restaurant mit 8.000 kWh im Monat (96.000 kWh im Jahr) und 54-kWh-Speicher, Börsenstrom-Arbitrage mit rund 27 € je kWh Speicherkapazität und Jahr. Ohne Leistungsmessung gibt es kein Peak Shaving; den Wechsel vom Festpreis auf Börsenstrom rechnen wir getrennt. Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach §7g EStG gilt auch für Gastronomie (Großküchen). Nutzen Sie unseren Ersparnisrechner für Ihre individuelle Kalkulation.

Kombination

Warum Börsenstrom + Speicher für Gastronomie (Großküchen)?

Küchen-Spitzen

Induktion und Öfen ziehen hohe Leistung. Peak Shaving senkt den Leistungspreis, bei Betrieben mit Leistungsmessung ab 100.000 kWh im Jahr.

Kühltheken 24/7

Kühlung läuft konstant. So braucht der Betrieb auch in den teuren Abendstunden Strom, den der Speicher liefern kann.

Klimatisierung

Gastraumklima und Küchenabzug werden aus dem Speicher versorgt.

Prozess

So sieht Ihr Ablauf aus

1

Kostenlose Analyse

Wir analysieren Ihr Lastprofil und dimensionieren den Speicher optimal für Ihren Betrieb.

2

Angebot & Smart Meter

Sie erhalten ein Komplettangebot. Den Smart-Meter-Einbau koordinieren wir vollständig, damit Ihr Betriebsablauf nicht gestört wird.

3

Installation & Inbetriebnahme

Der SigEnergy Gewerbespeicher wird im Technikraum installiert. Die Inbetriebnahme erfolgt außerhalb der Geschäftszeiten.

4

Erste Einsparung

Ab der ersten Nacht optimiert das System vollautomatisch. Alle Details auf der Ablauf-Seite.

Berechnen Sie jetzt Ihre Ersparnis

Mit unserem kostenlosen Rechner sehen Sie in 60 Sekunden, wie viel Ihr Betrieb mit Börsenstrom und Batteriespeicher einsparen kann.

FAQ

Häufige Fragen — Stromspeicher für Gastronomie und Großküchen

  • Rechenbeispiel: Ein Restaurant mit 8.000 kWh im Monat (96.000 kWh im Jahr) und 54-kWh-Speicher gewinnt über Börsenstrom-Arbitrage rund 1.450 Euro im Jahr, rund 121 Euro im Monat. Peak Shaving spart hier nichts, weil der Betrieb unter 100.000 kWh im Jahr keinen Leistungspreis zahlt. Eine Großküche mit 15.000 kWh im Monat und Leistungsmessung käme mit 18 kW gekappter Spitze und angenommenen 120 €/kW auf rund 3.610 Euro im Jahr. Ihre individuelle Ersparnis berechnen Sie kostenlos mit unserem Ersparnisrechner.

  • Für kleine Restaurants mit bis zu 5.000 kWh Monatsverbrauch reichen 30 bis 45 kWh. Für mittlere Betriebe mit Großküche empfehlen wir 54 kWh. Catering-Küchen und Großkantinen profitieren von 75 kWh oder mehr. Die optimale Größe ermitteln wir in der kostenlosen Verbrauchsanalyse — jetzt Beratungsgespräch vereinbaren.

  • Mit Zusatzausstattung und für begrenzte Zeit. Mit dem Zubehör Sigen Energy Gateway versorgt der SigEnergy Gewerbespeicher Kühl- und Tiefkühlgeräte bei einem Netzausfall weiter; Sigenergy nennt eine Umschaltzeit von 0 ms (Laborwert). Wie lange die Kühlung läuft, hängt von Ladestand und Last ab. Eine zertifizierte USV ist der Speicher nicht, und die HACCP-Temperaturdokumentation ersetzt er nicht.

  • Nein. Die Installation erfolgt außerhalb der Hauptgeschäftszeiten oder an einem Ruhetag. In der Regel genügen vier bis sechs Stunden Installationszeit im Technikraum. Der laufende Küchen- und Servicebetrieb wird nicht unterbrochen. Alle Schritte sind auf unserer Ablauf-Seite beschrieben.

  • Ja. Der Investitionsabzugsbetrag nach §7g EStG gilt für alle Gastronomiebetriebe bis 200.000 Euro Jahresgewinn. Sie können bis zu 50 Prozent der Investitionskosten schon vor dem Kauf vom Gewinn abziehen — Steuer später, Liquidität jetzt. Ab dem Anschaffungsjahr ist zusätzlich eine Sonderabschreibung von bis zu 40 Prozent möglich.

  • Für den Speicher ist die Dauerlast ein Vorteil: Ihr Betrieb braucht auch in den teuren Abendstunden Strom, der Speicher kann seine Ladung dort voll abgeben. Je abgegebener Kilowattstunde blieben von September 2025 bis August 2026 nach Verlusten rund 9,2 ct, im Jahr rund 27 € je kWh Speicherkapazität. Ob der dynamische Börsenstromtarif selbst günstiger ist als Ihr Festpreis, hängt von Ihrem heutigen Arbeitspreis ab. Diesen Wechsel rechnen wir getrennt, weil er auch ohne Speicher spart.

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