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Stromspeicher für Schwimmbäder

Stand: 30. September 2026

Schwimmbäder haben enorme Stromkosten durch Pumpen, Heizung und Klimatisierung. Ein Gewerbespeicher senkt die Energiekosten, am stärksten über den Leistungspreis, den Bäder mit Leistungsmessung für ihre höchste Lastspitze zahlen.

Branchenanalyse

Warum Schwimmbäder besonders von einem Speicher profitieren

Schwimmbäder — ob kommunales Hallenbad, Hotelbad oder Freizeitbad — gehören zu den energieintensivsten Gewerbebetrieben überhaupt. Die Umwälz- und Filterpumpen sind der größte Dauerverbraucher: Sie laufen rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, ohne Pause. Typische Becken benötigen zwei bis vier vollständige Wasserumwälzungen pro Tag; die dafür eingesetzten Pumpensätze haben eine elektrische Leistung von 10 bis 80 kW — je nach Beckenvolumen und Filteranlage. Diese hohe, gleichmäßige Grundlast ist der wichtigste Treiber des Stromverbrauchs und gleichzeitig die ideale Voraussetzung für Börsenstrom-Arbitrage.

Neben der Umwälzung prägen Becken-Heizung und Warmwasserversorgung das Lastprofil maßgeblich. Wärmepumpen zur Becken- und Duschwassererwärmung ziehen je nach Jahreszeit 15 bis 60 kW. Elektrische Heizpatronen als Backup oder Unterstützung können kurzfristige Lastspitzen von 30 bis 100 kW verursachen. Das macht diese Verbraucher besonders relevant für Peak Shaving: Betriebe mit Leistungsmessung, also ab über 100.000 kWh im Jahr, zahlen einen Leistungspreis auf die höchste Viertelstunde des Jahres. Für ein Bad ist das ein spürbarer Posten der Stromrechnung.

Die Hallenluft-Entfeuchtung und Lüftung (RLT-Anlage) ist oft der zweitgrößte Verbraucher nach den Umwälzpumpen. Wasser, das aus den Becken verdunstet, muss kontinuierlich aus der Hallenluft entzogen werden — je wärmer das Wasser und die Halle, desto intensiver. Eine leistungsstarke Entfeuchtungsanlage benötigt dauerhaft 20 bis 50 kW. Hinzu kommen Attraktionen wie Strömungskanäle, Whirlpool-Pumpen, Rutschen und Massagedüsen, die zeitweise bis zu 40 kW zusätzlich ziehen, sowie die Hallenbeleuchtung mit weiteren 10 bis 30 kW. Der Gesamt-Monatsverbrauch eines mittleren Hallenbads liegt so bei 10.000 bis 40.000 kWh — mit ausgeprägten tages- und saisonalen Schwankungen durch Besucheraufkommen und Außentemperatur.

Genau dieses Lastprofil — hohe Grundlast rund um die Uhr, dazu zeitlich variable Spitzen — ist prädestiniert für einen SigEnergy Gewerbespeicher. Der Speicher lädt in den günstigsten Stunden (von März bis Oktober meist mittags, im Winter oft nachts) mit Börsenstrom, versorgt in den teuren Stunden anteilig die Dauerlast und kappt Leistungsspitzen in Millisekunden. Gleichzeitig kann das Energiemanagement die Wärmepumpe und Heizanlage gezielt in Niedrigpreisstunden vorladen, ohne die Beckentemperatur zu beeinträchtigen.

Einsparpotenzial

Einsparpotenzial für Schwimmbäder im Rechenbeispiel

10.000–40.000
kWh monatlicher Verbrauch
100 kWh
Empfohlene Speichergröße
~460 €
Ersparnis pro Monat (mit Peak Shaving)
~5.560 €
Ersparnis pro Jahr (mit Peak Shaving)

Rechenbeispiel (so rechnen wir): Hallenbad mit 20.000 kWh im Monat, also 240.000 kWh im Jahr und damit mit Leistungsmessung, 100-kWh-Speicher. Börsenstrom-Arbitrage rund 2.680 € im Jahr, dazu Peak Shaving mit 24 kW gekappter Spitze bei angenommenen 120 €/kW Leistungspreis rund 2.880 €. Den Wechsel vom Festpreis auf Börsenstrom rechnen wir getrennt. Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach §7g EStG gilt auch für Schwimmbäder. Nutzen Sie unseren Ersparnisrechner für Ihre individuelle Kalkulation.

Lastprofil

Lastprofil eines Hallenbads: Wer verbraucht was?

Ein Hallenbad hat einen ungewöhnlich hohen Grundlastanteil — die meisten Verbraucher laufen rund um die Uhr. Das ist ideal für Börsenstrom-Arbitrage, weil täglich viele günstige Stunden zum Laden genutzt werden können.

Umwälz- & Filterpumpen

Größter Dauerverbraucher. Laufen 24/7 ohne Unterbrechung. Leistung 10–80 kW, abhängig vom Beckenvolumen. Ideal für Börsenstrom-Arbitrage rund um die Uhr.

Lüftung & Entfeuchtung

Oft 25–35 % des Gesamtverbrauchs. Die RLT-Anlage muss Verdunstung kontinuierlich kompensieren. Dauerleistung 20–50 kW — ein weiterer starker Grundlastverbraucher.

Beckenheizung & Wärmepumpe

Wärmepumpen für Becken- und Duschwasser benötigen 15–60 kW. Gezielt steuerbar: In Niedrigpreisstunden vorladen, in Hochpreisstunden pausieren — ohne Komfortverlust.

Warmwasser Duschen

Durchlauferhitzer oder Speicher für Dusch- und Reinigungswasser. Verbrauch stark besucherabhängig, mit Morgen- und Abendspitzen. Gut mit dem Energiemanagement steuerbar.

Attraktionen & Spaßbecken

Strömungskanal, Whirlpools, Rutschen-Pumpen und Massagedüsen addieren zeitweise 20–40 kW. Betriebszeiten planbar — Speicher puffert Einschaltstöße automatisch.

Hallenbeleuchtung

Becken, Umkleide und Außenbereich benötigen 10–30 kW. LED-Umrüstung sinnvoll, aber auch mit Bestandstechnik lohnt Börsenstrom für die Dauerversorgung.

Kombination

Wie der Speicher konkret hilft

Peak Shaving — Leistungspreis senken

Wenn Umwälzpumpen, Lüftermotoren und Wärmepumpe gleichzeitig anlaufen, entstehen Leistungsspitzen von 50–150 kW. Das Peak-Shaving-System erkennt drohende Spitzen in Millisekunden und gibt Speicherenergie ab. Mit Leistungsmessung spart jedes gekappte Kilowatt den Jahresleistungspreis Ihres Netzbetreibers, im Rechenbeispiel angenommene 120 €/kW im Jahr.

Börsenstrom-Arbitrage — Grundlast günstig vorhalten

Die hohe 24/7-Grundlast eines Hallenbads sorgt dafür, dass der Speicher seine Ladung jeden Tag in den teuren Stunden abgeben kann. Geladen wird über Börsenstrom-Tarife in den günstigsten Stunden: Von September 2025 bis August 2026 kosteten die vier günstigsten Stunden eines Tages im Mittel 4,25 ct/kWh, die vier teuersten 15,58 ct/kWh (Börsenpreis netto). Diese Energie versorgt dann die Pumpen in den teuren Abendstunden.

Wärmepumpen-Steuerung — gezielt in Niedrigpreisstunden heizen

Das Energiemanagement koppelt Speicher und Wärmepumpe: In günstigen Stunden wird auf Vorrat geheizt, in teuren Stunden pausiert die Wärmepumpe. Die Beckentemperatur bleibt konstant, und die Heizung läuft überwiegend mit günstigem Strom. Steuerung über das Energiemanagementsystem, kein manueller Eingriff nötig.

Notstrom für Umwälzung & Filtertechnik

Mit dem Zubehör Sigen Energy Gateway schaltet der Speicher bei einem Stromausfall auf Inselbetrieb (Herstellerangabe: 0 ms). Dann lassen sich ausgewählte Verbraucher wie Umwälz- und Filterpumpen weiter versorgen, solange Ladung und Leistung reichen.

Rechenbeispiel

Rechenbeispiel: Mittleres Hallenbad

Ausgangslage: Ein kommunales oder privates Hallenbad mit angenommen 20.000 kWh Stromverbrauch im Monat, also 240.000 kWh im Jahr. Damit hat es eine Leistungsmessung und zahlt einen Leistungspreis. Die Jahreshöchstleistung schätzen wir auf 96 kW (Jahresverbrauch geteilt durch 2.500 Benutzungsstunden), gerechnet wird mit einem 100-kWh-SigEnergy-Speicher.

Mit einem dynamischen Börsenstromtarif lädt der Speicher in den günstigsten Stunden und gibt den Strom in den teuersten ab. Das bringt über Arbitrage rund 2.680 Euro im Jahr. Die Voraussetzung, dass das Bad in den teuren Stunden mindestens so viel Strom braucht, wie der Speicher abgibt, ist mit der Dauerlast der Pumpen erfüllt.

Hinzu kommt die Peak-Shaving-Einsparung: Kappt der Speicher ein Viertel der geschätzten Höchstleistung, also 24 kW, spart das bei angenommenen 120 €/kW Leistungspreis rund 2.880 Euro im Jahr. Zusammen sind das rund 5.560 Euro im Jahr. Bei 58.000 Euro Investition amortisiert sich der Speicher mit Peak Shaving in rund 10 Jahren, über die Arbitrage allein erst in rund 22 Jahren. Ihren tatsächlichen Leistungspreis zeigt die Netzrechnung. Den Wechsel vom Festpreis auf Börsenstrom rechnen wir getrennt, weil er auch ohne Speicher spart. Nutzen Sie unseren Ersparnisrechner für Ihre individuellen Zahlen.

20.000 kWh
Beispiel-Monatsverbrauch
100 kWh
Empfohlene Speichergröße
~460 €
Ersparnis/Monat mit Peak Shaving
~10 Jahre
Amortisation mit Peak Shaving
Förderung

Förderung & IAB: Zuschüsse und Liquidität

Investitionsabzugsbetrag §7g EStG

Gewerbliche Betriebe mit einem Jahresgewinn bis 200.000 Euro können bis zu 50 % der Investitionssumme schon vor dem Kauf vom Gewinn abziehen. Bei einem 100-kWh-Speicher für 58.000 Euro und angenommen 30 % Steuersatz sinkt die Steuer im Jahr davor um rund 8.700 Euro; im Anschaffungsjahr wird der Betrag wieder hinzugerechnet. Die Steuer wird verschoben, nicht erlassen. Mehr dazu auf unserer IAB-Seite.

Regionale Förderprogramme

Viele Bundesländer und Kommunen fördern Energieeffizienzmaßnahmen in Sport- und Freizeiteinrichtungen. Hallenbäder in öffentlicher oder gemeinnütziger Trägerschaft können zusätzliche Zuschüsse erhalten. Wir prüfen auf Wunsch verfügbare Programme in Ihrer Region — sprechen Sie uns beim Beratungsgespräch an.

Individuelle Kalkulation

Jedes Schwimmbad hat ein anderes Lastprofil, andere Netzentgelte und andere steuerliche Rahmenbedingungen. Unser kostenloser Rechner gibt Ihnen eine erste Orientierung — unsere Energieberater erstellen danach eine detaillierte, verbindliche Wirtschaftlichkeitsberechnung. Mehr auf unserer Förderungsseite.

Prozess

So sieht Ihr Ablauf aus

1

Kostenlose Analyse

Wir analysieren Ihr Lastprofil und dimensionieren den Speicher optimal für Ihren Betrieb.

2

Angebot & Smart Meter

Sie erhalten ein Komplettangebot. Den Smart-Meter-Einbau koordinieren wir vollständig, damit Ihr Betriebsablauf nicht gestört wird.

3

Installation & Inbetriebnahme

Der SigEnergy Gewerbespeicher wird im Technikraum installiert. Die Inbetriebnahme erfolgt außerhalb der Geschäftszeiten.

4

Erste Einsparung

Ab der ersten Nacht optimiert das System vollautomatisch. Alle Details auf der Ablauf-Seite.

Berechnen Sie jetzt Ihre Ersparnis

Mit unserem kostenlosen Rechner sehen Sie in 60 Sekunden, wie viel Ihr Betrieb mit Börsenstrom und Batteriespeicher einsparen kann.

FAQ

Häufige Fragen — Speicher für Schwimmbäder

  • Rechenbeispiel: ein Hallenbad mit 20.000 kWh im Monat (240.000 kWh im Jahr, mit Leistungsmessung) und 100-kWh-Speicher. Über Börsenstrom-Arbitrage bringt der Speicher rund 2.680 Euro im Jahr. Peak Shaving kommt hinzu: Kappt er 24 kW Spitze und berechnet Ihr Netzbetreiber angenommene 120 €/kW, sind das rund 2.880 Euro. Zusammen rund 5.560 Euro im Jahr, gut 460 Euro im Monat. Den Wechsel vom Festpreis auf Börsenstrom rechnen wir getrennt, weil er auch ohne Speicher spart. Größere Bäder rechnen wir mit ihrem Lastgang.

  • Für Hallenbäder mit 15.000 bis 25.000 kWh Monatsverbrauch empfehlen wir 100 kWh. Größere Bäder benötigen 150 bis 200 kWh. Die optimale Größe hängt von Beckenvolumen, Heizsystem und Betriebszeiten ab. Unser Rechner gibt eine erste Orientierung.

  • Ja. Das Energiemanagementsystem koppelt Speicher und Wärmepumpe: In Niedrigpreisstunden wird gezielt auf Vorrat geheizt, in teuren Stunden pausiert die Heizung. Die Beckentemperatur bleibt stabil, und die Wärme entsteht überwiegend aus günstigem Strom, vollautomatisch und ohne manuellen Eingriff. Diese Laststeuerung kommt zum Speicher hinzu und ist in unserem Rechenbeispiel nicht enthalten.

  • Für kurze Ausfälle und mit Zusatzausstattung. Mit dem Zubehör Sigen Energy Gateway kann der Speicher bei einem Netzausfall ausgewählte Verbraucher wie Umwälz- und Filterpumpen weiter versorgen, solange Ladung und Leistung reichen; ohne Gateway schaltet er ab. Große Pumpen und lange Ausfälle übersteigen die Reserve schnell, und eine zertifizierte USV ist der Speicher nicht. Sprechen Sie uns an.

  • Ja. Der Investitionsabzugsbetrag §7g EStG erlaubt Betrieben mit bis zu 200.000 Euro Jahresgewinn, bis zu 50 % der Investitionssumme schon vor dem Kauf vom Gewinn abzuziehen — Steuer später, Liquidität jetzt. Zusätzlich existieren regionale Förderprogramme für Energieeffizienz in Sport- und Freizeiteinrichtungen. Details auf unserer Förderungsseite.

  • Für den Speicher ja: Weil die Umwälzpumpen rund um die Uhr laufen, braucht das Bad auch in den teuren Stunden Strom, und der Speicher kann seine Ladung dort voll abgeben. Von September 2025 bis August 2026 kosteten die vier günstigsten Stunden eines Tages an der Börse im Mittel 4,25 ct/kWh, die vier teuersten 15,58 ct/kWh (netto, ohne Netzentgelt und Umlagen). Nach Verlusten bleiben davon rund 27 € je kWh Speicherkapazität und Jahr. Solange das Bad in den teuren Stunden mehr verbraucht, als der Speicher abgibt, wächst die Ersparnis mit der Speichergröße.

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