Bayern ist Deutschlands wirtschaftsstärkstes Bundesland mit starker Industrie und Mittelstand. Bei der Speicherförderung gilt 2026 jedoch: Es gibt keinen bayerischen Landeszuschuss für gewerbliche Batteriespeicher. Wir zeigen ehrlich, welche Instrumente stattdessen real funktionieren.

EnergieBonusBayern: seit 2022 eingestellt

Das frühere PV-Speicher-Programm EnergieBonusBayern (10.000-Häuser-Programm) wurde am 24.04.2022 endgültig eingestellt; eine Wiederaufnahme ist laut Freistaat nicht vorgesehen (Quelle: Energie-Atlas Bayern). Es richtete sich zudem ausschließlich an private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern — Gewerbebetriebe waren nie antragsberechtigt. Wer heute noch mit diesem Programm wirbt, wirbt mit einer toten Förderung.

LfA Förderbank Bayern

Die LfA Förderbank Bayern bietet mit dem LfA Energiekredit und ihren Investivkrediten zinsgünstige Darlehen für Energieeffizienz-Investitionen, auch für Batteriespeicher. Die Konditionen sind tagesaktuell und bonitätsabhängig; der Antrag läuft über die Hausbank. Besonders attraktiv für KMU und Handwerksbetriebe.

Bundesförderung: KfW 270, IAB §7g und BAFA EEW

Bundesweit nutzbar sind der KfW-Kredit 270 (Erneuerbare Energien inkl. Speicher, zinsgünstig ab ca. 4 % p. a., bonitätsabhängig), der Investitionsabzugsbetrag nach §7g EStG (bis zu 50 % der geplanten Investition vorab abziehbar, effektiv 15–17,5 % Steuerentlastung für KMU) sowie für Effizienzprojekte von Unternehmen die prüfenswerte Bundesförderung BAFA EEW.

Amortisation ohne Landeszuschuss

Auch ohne bayerischen Zuschuss rechnet sich ein Gewerbespeicher über Peak Shaving, höheren PV-Eigenverbrauch und den IAB §7g: In Kombination mit günstiger Finanzierung (LfA oder KfW 270) amortisiert sich ein Gewerbespeicher in Bayern häufig innerhalb weniger Jahre (abhängig von Lastprofil und Strompreisen). Wir rechnen das für Ihren Betrieb individuell durch.