Ein Gewerbespeicher kostet 2026 zwischen 7.500 € (10 kWh) und 120.000 € (200 kWh) brutto — schlüsselfertig installiert. Entscheidend ist nicht nur der Kaufpreis, sondern das Gesamtpaket: Installation, Energiemanagementsystem, Wartung und vor allem die erzielbaren Einsparungen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen die komplette Preistabelle nach kWh, ein konkretes Rechenbeispiel und wie Sie mit dem IAB-Steuervorteil 17,5 % der Kosten zurückholen.
Gewerbespeicher Preistabelle 2026 (10–200 kWh)
Die Kosten eines Gewerbespeichersystems hängen primär von der nutzbaren Kapazität in Kilowattstunden (kWh) ab. Die folgende Preistabelle zeigt die Brutto-Vollinstallationspreise 2026 — inklusive Batteriesystem, Wechselrichter, Smart Meter, Energiemanagementsystem und Montage:
| Kapazität | Zielgruppe / Anwendung | Preis (brutto, schlüsselfertig) | Preis nach IAB-Vorteil |
|---|---|---|---|
| 10 kWh | Kleingewerbe, Friseursalon, Arztpraxis | ab 7.500 € | ab 6.190 € |
| 15 kWh | Bäckerei, Café, Büro | ab 11.000 € | ab 9.080 € |
| 20 kWh | Restaurant, kleines Hotel, Apotheke | ab 14.500 € | ab 11.960 € |
| 30 kWh | Werkstatt, Einzelhandel, mittleres Hotel | ab 21.000 € | ab 17.330 € |
| 50 kWh | Produktionsbetrieb, Gewerbezentrum | ab 33.000 € | ab 27.230 € |
| 100 kWh | Industrie, größeres Hotel, Kühlhaus | ab 62.000 € | ab 51.150 € |
| 200 kWh | Großproduktion, Logistik, Rechenzentrum | ab 120.000 € | ab 99.000 € |
Preis nach IAB-Vorteil: Nach Abzug der Steuerersparnis über den Investitionsabzugsbetrag nach §7g EStG (50 % Abzug × 35 % Steuersatz = 17,5 % Nettovorteil). Die vollständige Anleitung finden Sie in unserem Artikel IAB 2026 nutzen.
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Kostenloses Angebot mit IAB-Vorteil anfragenDie Preise verstehen sich als Vollinstallationspreise inklusive Hardware, Montage, Smart Meter, Energiemanagementsystem und Inbetriebnahme. Achten Sie darauf, dass günstigere Angebote oft nicht alle Komponenten enthalten — ein nachträglicher Smart Meter, ein separates EMS oder Montagekosten können schnell weitere 2.000 bis 4.000 € kosten.
Detaillierte Preisübersicht pro kWh-Klasse
Je größer die Speicherkapazität, desto günstiger wird der Preis pro Kilowattstunde — ein klassischer Skaleneffekt. Während ein 10-kWh-System bei rund 750 €/kWh liegt, sinkt der spezifische Preis bei 100 kWh auf etwa 580 €/kWh. Die folgende erweiterte Tabelle zeigt für jede gängige Kapazitätsklasse den Anschaffungspreis, den Preis pro kWh, den typischen Einsatzbereich und die realistische Amortisationszeit bei kombinierter Nutzung von Börsenstrom, Peak Shaving und IAB-Vorteil:
| Kapazität | Anschaffung (brutto) | Preis pro kWh | Typischer Betrieb | Amortisation* |
|---|---|---|---|---|
| 10 kWh | ab 7.500 € | 750 € | Friseur, kleine Arztpraxis | 3,5–4,5 Jahre |
| 15 kWh | ab 11.000 € | 733 € | Bäckerei, Café, kleines Büro | 3,7–4,8 Jahre |
| 22 kWh | ab 16.500 € | 750 € | Restaurant, Apotheke, Praxisgemeinschaft | 3,7–5,0 Jahre |
| 30 kWh | ab 21.000 € | 700 € | Werkstatt, Einzelhandel, mittleres Hotel | 4,0–5,5 Jahre |
| 45 kWh | ab 29.000 € | 644 € | Produktion, Pflegeheim, Supermarkt | 4,2–5,8 Jahre |
| 54 kWh | ab 33.000 € | 611 € | Hotel, größere Werkstatt, Gewerbezentrum | 4,3–6,0 Jahre |
| 75 kWh | ab 46.000 € | 613 € | Produktionsbetrieb, Kühlhaus, Galvanik | 4,5–6,2 Jahre |
| 100 kWh | ab 62.000 € | 620 € | Mittelständische Industrie, großes Hotel | 4,5–6,5 Jahre |
| 150 kWh | ab 90.000 € | 600 € | Großbetrieb, Logistikzentrum, Spedition | 4,8–6,8 Jahre |
| 200 kWh | ab 120.000 € | 600 € | Großproduktion, Rechenzentrum, Industrie | 5,0–7,0 Jahre |
*Amortisationszeit bei kombinierter Nutzung von Börsenstrom-Arbitrage, Peak Shaving und IAB-Steuervorteil. Die tatsächliche Zeit hängt von Lastprofil, Netzgebiet, vorhandener PV-Anlage und regionaler Förderung ab. Die untere Spanne gilt bei hoher Peak-Shaving-Wirkung und voller Förderung, die obere bei reiner Eigenverbrauchsoptimierung ohne Lastspitzenproblematik.
Welche Faktoren treiben den Preis?
Der Endpreis eines Gewerbespeichers setzt sich aus mehreren Positionen zusammen. Wer versteht, wofür er zahlt, kann Angebote besser vergleichen und versteckte Nachträge vermeiden. Die folgenden sechs Kostenblöcke bestimmen den Gesamtpreis:
1. Batteriesystem (Speicher) — 45–55 % des Preises
Die Batteriemodule selbst sind der größte Einzelposten. Bei Lithium-Eisenphosphat (LFP) liegen die reinen Zellkosten je nach Kapazität bei 250–400 €/kWh. Die Preisspanne erklärt sich durch Zellqualität, Zyklenfestigkeit (6.000+ Zyklen sind teurer als 4.000) und Garantieumfang. Markensysteme wie SigEnergy bieten 10 Jahre Garantie und höhere Entladetiefe, was die nutzbare Kapazität erhöht.
2. Wechselrichter / Leistungselektronik — 15–20 %
Der bidirektionale Hybrid-Wechselrichter wandelt Gleich- in Wechselstrom und steuert die Leistung. Bei Gewerbespeichern ab 30 kWh werden meist Drei-Phasen-Wechselrichter mit 10–50 kW Leistung eingesetzt. Höhere Lade-/Entladeleistung — wichtig fürs Peak Shaving — kostet mehr, zahlt sich aber durch stärkere Lastspitzenkappung aus.
3. Energiemanagementsystem (EMS) — 8–12 %
Das EMS ist das Gehirn des Systems. Es entscheidet sekundengenau, wann geladen und entladen wird — abhängig von EPEX-Börsenpreisen, Verbrauchsprognose und Lastspitzen. Ein hochwertiges EMS mit KI-gestützter Prognose erwirtschaftet über die Lebensdauer ein Vielfaches seiner Kosten, weil es Börsenstrom-Arbitrage und Peak Shaving optimal ausreizt.
4. Installation und Montage — 10–15 %
Hierzu zählen Aufstellung, mechanische Befestigung, Verkabelung und der elektrische Anschluss an die Unterverteilung. Der Aufwand variiert stark: Ein ebenerdiger Technikraum mit kurzen Kabelwegen ist günstig, ein Speicher im Keller mit langen Leitungswegen oder nötiger Brandschutzmaßnahme treibt die Montagekosten.
5. Netzanschluss und Smart Meter — 3–8 %
Ab einer bestimmten Leistung verlangt der Netzbetreiber eine Anmeldung und ggf. eine Netzverträglichkeitsprüfung. Ein intelligentes Messsystem (Smart Meter / iMSys) ist Voraussetzung für dynamische Börsenstromtarife und viertelstündliche Abrechnung. Bei größeren Systemen kann eine Erweiterung der Unterverteilung oder ein zusätzlicher Zählerplatz nötig werden.
6. Inbetriebnahme und Inbetriebsetzung — 2–4 %
Nach der Montage folgen Konfiguration, Parametrierung des EMS auf das individuelle Lastprofil, Probebetrieb und die Anmeldung beim Marktstammdatenregister. Erst danach läuft der Speicher im Echtbetrieb. Seriöse Anbieter inkludieren diesen Schritt — bei Billigangeboten ist er häufig nicht enthalten.
Laufende Kosten und TCO über 10 Jahre
Neben der Anschaffung fallen über die Lebensdauer geringe laufende Kosten an. Im Vergleich zu den Einsparungen sind sie marginal — ein Gewerbespeicher hat keine beweglichen Verschleißteile und ist daher wartungsarm. Die wichtigsten Positionen:
Wartung und Service
LFP-Speicher sind nahezu wartungsfrei. Empfohlen wird eine jährliche Sichtprüfung und ein Software-Update, das viele Anbieter per Fernwartung kostenlos durchführen. Optionale Vor-Ort-Wartungsverträge kosten 150–400 € pro Jahr, je nach Systemgröße.
Versicherung
Der Speicher sollte in die bestehende Gewerbe- oder Inhaltsversicherung aufgenommen werden. Der Mehrbeitrag liegt typischerweise bei 80–250 € pro Jahr, abhängig von Speicherwert und Standort. Eine Elektronik- oder Allgefahrenversicherung deckt zusätzlich Überspannung und Bedienfehler ab.
Monitoring und Stromverbrauch
Das Monitoring per App ist im Lieferumfang enthalten und verursacht keine laufenden Kosten. Der Eigenstromverbrauch des Systems (Standby, Steuerung, Kühlung) liegt bei 1–3 % der durchgesetzten Energie und ist in den Wirtschaftlichkeitsrechnungen bereits berücksichtigt.
In Summe ergeben sich für ein mittleres System (z. B. 54 kWh) laufende Kosten von rund 400–700 € pro Jahr. Über 10 Jahre entspricht das einer TCO-Zusatzbelastung von etwa 4.000–7.000 € — die durch jährliche Einsparungen von mehreren tausend Euro um ein Vielfaches übertroffen wird. Die Total Cost of Ownership (TCO) eines 54-kWh-Speichers über 10 Jahre liegt damit bei rund 37.000–40.000 €, während die kumulierte Ersparnis im selben Zeitraum 60.000–90.000 € erreichen kann.
Drei ROI-Rechenbeispiele nach Betriebsgröße
Wie sich die Investition konkret rechnet, hängt stark von Betriebsgröße und Lastprofil ab. Die folgenden drei Beispiele zeigen realistische Kalkulationen für eine kleine Bäckerei, einen Mittelbetrieb und einen Großbetrieb — jeweils mit Investition, IAB-Ersparnis, jährlicher Einsparung und Amortisation.
Beispiel A: Kleine Bäckerei (10 kWh)
Eine Bäckerei mit Backöfen und Kühlung verbraucht rund 1.000 kWh im Monat. Ein 10-kWh-Speicher deckt die teuren Lastspitzen morgens und nutzt günstige Nacht- und Mittagspreise.
- Investition (schlüsselfertig): 7.500 €
- IAB-Steuerersparnis (50 % × 7.500 € × 35 %): 1.310 €
- Effektive Investition nach IAB: 6.190 €
- Börsenstrom-Einsparung: ca. 1.000 €/Jahr
- Peak Shaving: ca. 600 €/Jahr
- Jährliche Gesamtersparnis: ca. 1.600 €
- Amortisation: ca. 3,9 Jahre
Beispiel B: Mittelbetrieb / Hotel (54 kWh)
Ein Hotel mit Restaurant, Wäscherei und Klimaanlage verbraucht rund 5.000 kWh im Monat mit ausgeprägten Lastspitzen am Abend. Ein 54-kWh-Speicher entfaltet hier sein volles Peak-Shaving-Potenzial.
- Investition (schlüsselfertig): 33.000 €
- IAB-Steuerersparnis (50 % × 33.000 € × 35 %): 5.775 €
- Effektive Investition nach IAB: 27.225 €
- Börsenstrom-Einsparung: ca. 3.600 €/Jahr
- Peak Shaving: ca. 2.400 €/Jahr
- Jährliche Gesamtersparnis: ca. 6.000 €
- Amortisation: ca. 4,5 Jahre
Beispiel C: Großbetrieb / Logistik (150 kWh)
Ein Logistikzentrum mit Kühllager, Ladeinfrastruktur für Flurförderzeuge und Förderanlagen verbraucht rund 15.000 kWh im Monat. Ein 150-kWh-Speicher senkt sowohl den Arbeits- als auch den Leistungspreis deutlich.
- Investition (schlüsselfertig): 90.000 €
- IAB-Steuerersparnis (50 % × 90.000 € × 35 %): 15.750 €
- Effektive Investition nach IAB: 74.250 €
- Börsenstrom-Einsparung: ca. 9.500 €/Jahr
- Peak Shaving: ca. 7.000 €/Jahr
- Jährliche Gesamtersparnis: ca. 16.500 €
- Amortisation: ca. 4,5 Jahre
Alle drei Beispiele zeigen: Mit konsequenter Nutzung von IAB, Börsenstrom und Peak Shaving liegt die Amortisation unabhängig von der Betriebsgröße bei rund vier bis fünf Jahren. Kommt zusätzlich eine regionale Förderung hinzu, verkürzt sich die Zeit weiter.
Regionale Förderung kombinieren
Zusätzlich zum bundesweiten IAB-Steuervorteil bieten mehrere Bundesländer und Kommunen direkte Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen für gewerbliche Batteriespeicher. Diese lassen sich mit dem IAB kombinieren und können die effektive Investition nochmals deutlich senken. Die Förderhöhe und -bedingungen variieren stark je nach Region — Berlin ist mit bis zu 30.000 € über das IBB-Programm SolarPLUS bundesweit führend, NRW fördert über progres.nrw bis zu 75.000 € für Klimaschutztechnik, Bayern kombiniert den EnergieBonusBayern mit LfA-Darlehen.
Da sich die Programme regelmäßig ändern und an Bedingungen (etwa eine gleichzeitige PV-Installation) geknüpft sind, lohnt sich der Blick auf die jeweilige Landesseite. Eine Übersicht der wichtigsten Programme finden Sie hier:
- Förderung Berlin — IBB SolarPLUS L: 300 €/kWh, bis zu 30.000 €
- Förderung NRW — progres.nrw Klimaschutztechnik: bis zu 75.000 €
- Förderung Bayern — EnergieBonusBayern + LfA-Darlehen
Wichtig: Förderanträge müssen in der Regel vor Auftragsvergabe gestellt werden. Wir unterstützen Sie bei der Antragstellung und prüfen, welche Programme für Ihren Standort verfügbar sind.
Was ist im Preis enthalten?
Ein vollständiges Gewerbespeichersystem besteht aus mehreren Komponenten:
- Batteriesystem (Lithium-Eisenphosphat / LFP): Der eigentliche Energiespeicher, wählbar in modularen Kapazitätsstufen
- Bidirektionaler Wechselrichter: Wandelt Gleich- in Wechselstrom und umgekehrt, ermöglicht Netzeinspeisung
- Energiemanagementsystem (EMS): Steuert Laden und Entladen automatisch anhand von EPEX-Börsenpreisen und Verbrauchsprofil
- Smart Meter: Digitaler Stromzähler für viertelstündliche Verbrauchserfassung, Voraussetzung für dynamischen Tarif
- Installation und Inbetriebnahme: Montage, Verkabelung, Anmeldung beim Netzbetreiber
- App und Monitoring: Echtzeitüberwachung aller Systemparameter per Smartphone
Welche Einsparungen sind realistisch?
Die jährlichen Einsparungen eines Gewerbespeichersystems setzen sich aus drei Quellen zusammen:
1. Börsenstrom-Einsparung: Durch den Wechsel von einem Festpreistarif (Ø 27 ct/kWh) zu einem dynamischen Tarif mit Börsenstrom-Arbitrage (Ø effektiv 18 ct/kWh mit Speicher) sparen Sie rund 9 ct/kWh auf dem Verbrauch, den der Speicher abdeckt. Bei 1.000 kWh/Monat Speichernutzung entspricht das 1.080 Euro im Jahr.
2. Peak-Shaving-Einsparung: Der Leistungspreis beim Netzbetreiber bemisst sich nach der höchsten gemessenen Leistungsspitze im Monat. Ein Gewerbespeicher mit IAB-Steuervorteil, der diese Spitze automatisch kappt, senkt diesen Kostenteil um 20 bis 50 Prozent. Je nach Netzgebiet und Verbrauchsprofil ergibt das 500 bis 3.000 Euro im Jahr. Mehr dazu auf unserer Seite zum Lastspitzen kappen mit Peak Shaving.
3. Solarüberschüsse (falls PV vorhanden): Wer eine Photovoltaikanlage betreibt, nutzt den Speicher zusätzlich zur Erhöhung des Eigenverbrauchsanteils. Strom, der sonst eingespeist würde (mit geringer Vergütung), wird für eigene Zwecke genutzt. Das bringt je nach PV-Anlage weitere 300 bis 1.500 Euro im Jahr.
Rechenbeispiel: Friseursalon mit 1.500 kWh/Monat
Ein Friseursalon mit einem monatlichen Verbrauch von 1.500 kWh und einem Festpreis von 27 ct/kWh zahlt derzeit 4.860 Euro im Jahr für Strom. Mit einem 14-kWh-Speicher (Anschaffungskosten: 10.000 Euro) und Börsenstromtarif ergibt sich folgende Rechnung:
- Börsenstrom-Einsparung: ca. 1.620 Euro/Jahr (9 ct/kWh × 18.000 kWh)
- Peak-Shaving-Einsparung: ca. 600 Euro/Jahr
- IAB-Steuererstattung im Vorjahr: ca. 1.750 Euro (50% × 10.000 € × 35% Steuersatz)
- Effektive Anschaffungskosten nach IAB: 8.250 Euro
- Jährliche Gesamtersparnis: ca. 2.220 Euro
- Amortisationszeit: ca. 3,7 Jahre
IAB: Der Investitionsabzugsbetrag senkt die Kosten erheblich
Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach §7g EStG erlaubt es Gewerbetreibenden, bis zu 50 Prozent der geplanten Anschaffungskosten bereits im Jahr vor der Investition steuerlich geltend zu machen. Das bedeutet: Wer 2026 einen Speicher kauft, kann bereits in der Steuererklärung 2025 (eingereicht 2026) bis zu 50 Prozent der Kosten als Betriebsausgabe abziehen. Bei einem Steuersatz von 35 Prozent senkt das die effektiven Anschaffungskosten um bis zu 17,5 Prozent. Die vollständige Anleitung finden Sie in unserem Artikel IAB 2026: Investitionsabzugsbetrag nutzen.
Wie lange hält ein Gewerbespeicher?
Moderne Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP) sind auf 6.000 bis 8.000 Vollzyklen ausgelegt, was bei zwei täglichen Zyklen einer Lebensdauer von 8 bis 11 Jahren entspricht. Die meisten Hersteller geben eine Kapazitätsgarantie von 70 Prozent nach 10 Jahren. Nach Ablauf der Nutzungsdauer können die Module kostengünstig ausgetauscht werden, während die übrige Infrastruktur (Wechselrichter, EMS, Verkabelung) weiterbetrieben werden kann.
Häufige Fragen zu Gewerbespeicher-Kosten
Was kostet ein Gewerbespeicher 2026?
Ein Gewerbespeicher kostet 2026 je nach Kapazität zwischen 7.500 € (10 kWh) und 120.000 € (200 kWh) brutto, jeweils schlüsselfertig inklusive Wechselrichter, Energiemanagementsystem, Smart Meter und Installation. Der Preis pro kWh sinkt mit der Größe von rund 750 € auf 600 €. Mit dem Investitionsabzugsbetrag (IAB) senken Sie die effektiven Kosten um bis zu 17,5 %.
Wie schnell amortisiert sich ein Gewerbespeicher?
Mit Börsenstrom-Einsparung, Peak Shaving und IAB-Steuerabzug amortisiert sich ein Gewerbespeicher typischerweise in 3,7 bis 6 Jahren. Bei einer Lebensdauer von über 10 Jahren bedeutet das mindestens vier Jahre reinen Gewinn. Kommt eine regionale Förderung hinzu, verkürzt sich die Amortisation weiter auf unter vier Jahre.
Welche Kapazität in kWh brauche ich für mein Gewerbe?
Faustregel: Pro 1.000 kWh Monatsverbrauch rechnet man mit etwa 10 kWh Speicherkapazität. Ein Friseursalon mit 1.500 kWh/Monat braucht rund 14 kWh, ein Restaurant mit 3.000 kWh/Monat etwa 22–25 kWh, eine Werkstatt mit 5.000 kWh/Monat rund 30–40 kWh. Entscheidend ist neben dem Verbrauch auch das Lastprofil.
Was ist der IAB-Vorteil und wie viel spare ich damit?
Der Investitionsabzugsbetrag nach §7g Abs. 1 EStG erlaubt es, bis zu 50 % der geplanten Anschaffungskosten bereits im Jahr vor der Investition steuerlich abzuziehen. Bei einem Steuersatz von 35 % senkt das die effektiven Kosten um bis zu 17,5 %. Zusätzlich sind eine Sonderabschreibung von 20 % und lineare AfA über 10 Jahre möglich.
Was treibt den Preis eines Gewerbespeichers?
Größter Posten sind die Batteriemodule mit 45–55 % des Preises, gefolgt vom Wechselrichter (15–20 %) und dem Energiemanagementsystem (8–12 %). Hinzu kommen Installation (10–15 %), Netzanschluss mit Smart Meter (3–8 %) und Inbetriebnahme (2–4 %). Lange Kabelwege oder Brandschutzauflagen können die Montagekosten erhöhen.
Welche laufenden Kosten hat ein Gewerbespeicher?
LFP-Speicher sind nahezu wartungsfrei. Laufende Kosten entstehen durch optionale Wartung (150–400 €/Jahr), Versicherung (80–250 €/Jahr) und minimalen Eigenstromverbrauch. Für ein 54-kWh-System summiert sich das auf etwa 400–700 € pro Jahr — ein Bruchteil der jährlichen Einsparung von mehreren tausend Euro.
Wie lange hält ein Gewerbespeicher?
Moderne LFP-Akkus sind auf 6.000 bis 8.000 Vollzyklen ausgelegt, was bei zwei täglichen Zyklen einer Lebensdauer von 8 bis 11 Jahren entspricht. Die meisten Hersteller garantieren 70 % Restkapazität nach 10 Jahren. Danach lassen sich nur die Module tauschen, während Wechselrichter, EMS und Verkabelung weiterlaufen.
Kann ich Förderung und IAB kombinieren?
Ja. Der bundesweite IAB-Steuervorteil ist mit regionalen Zuschüssen kombinierbar. Berlin fördert über IBB SolarPLUS bis zu 30.000 €, NRW über progres.nrw bis zu 75.000 €, Bayern über EnergieBonusBayern plus LfA-Darlehen. Wichtig: Förderanträge müssen meist vor der Auftragsvergabe gestellt werden, der IAB greift im Jahr vor der Investition.
Lohnt sich ein Gewerbespeicher ohne PV-Anlage?
Ja. Anders als bei Privathaushalten rechnet sich ein Gewerbespeicher auch ohne Photovoltaik, weil Börsenstrom-Arbitrage und Peak Shaving die Hauptersparnis liefern. Der Speicher lädt zu günstigen Börsenstunden und kappt teure Lastspitzen. Eine vorhandene PV-Anlage erhöht die Wirtschaftlichkeit zusätzlich, ist aber keine Voraussetzung.
Was kostet ein Gewerbespeicher pro kWh?
Der Preis pro kWh sinkt mit zunehmender Größe. Ein 10-kWh-System liegt bei rund 750 €/kWh, ein 54-kWh-System bei etwa 611 €/kWh und ein 150-kWh-System bei rund 600 €/kWh. Dieser Skaleneffekt entsteht, weil Wechselrichter, EMS und Installation als Fixkosten auf mehr Kapazität verteilt werden.
Fazit: Rechnet sich ein Gewerbespeicher?
Für Gewerbetreibende mit einem Verbrauch ab 500 kWh pro Monat lohnt sich ein Gewerbespeicher in den meisten Fällen klar. Mit IAB-Steuererstattung und den kombinierten Einsparungen aus Börsenstrom und Peak Shaving liegt die Amortisationszeit typischerweise bei vier bis sechs Jahren — bei einer Lebensdauer von 10 Jahren. Nutzen Sie unseren Ersparnisrechner für eine auf Ihren Betrieb zugeschnittene Kalkulation.
Möchten Sie wissen, welche Speichergröße für Ihren Verbrauch optimal ist? Lesen Sie weiter: Welche Speichergröße braucht mein Gewerbe?